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10 Regeln bei Angst – so gehst du mit Angst um

Bevor ich dir 10 Regeln bei Angst zeige, stellt sich doch die Frage, warum wir überhaupt Angst haben.

Angst ist schrecklich, nicht wahr? Man fühlt sich einfach so super unwohl, der Puls steigt, vielleicht fängt man an zu zittern. Eigentlich wäre es doch am besten, wenn wir gar keine Angst hätten.

10 Regeln bei Angst – Teil 1

10 Regeln bei Angst

Regel 1: Angst ist eine ganz normale Reaktion des Körpers.

Wenn du dich in einer gefährlichen oder schwierigen Situation befindest, reagiert dein Körper mit Angst, also einer Stressreaktion auf die Situation.

Angenommen, ein Tiger wollte dich angreifen, dann wäre es sehr sinnvoll, dass du Angst hast, weil es dir hilft, entweder zu fliehen oder zu kämpfen.

Regel 2: Angst ist nicht schädlich für dich und deine Gesundheit, zumindest wenn sie nicht zu einem alltäglichen Zustand wird.

Ich kann mich erinnern, dass ich vor vielen Jahren ganz irrationale Panikzustände hatte. Ich habe gezittert, hyperventiliert, war völlig neben der Spur. Ja, das fühlte sich absolut nicht gut an, aber es war auch schnell wieder vorbei. Wäre es ein Dauerzustand gewesen, hätte das natürlich eine negative Auswirkung auf meine Gesundheit gehabt.

Regel 3: Bleibe fest in der Realität verankert.

Ganz häufig ist es so, wenn die Angst oder sogar die Panik auftritt, dass wir aufhören, realistisch zu denken, sondern uns mit völlig irrationalen Vorstellungen beschäftigen, die die Angst noch weiter anfachen. Es kann dir helfen, zu beschreiben, was du fühlst, aber auch, was um dich herum geschieht. Entweder erklärst du es einer anderen Person oder dir selber, du kannst es auch aufschreiben, Hauptsache du bekommst wieder einen Bezug zur Realität.

Regel 4: Versuche dich nicht in die Angst hinein zu steigern

Das passiert, wenn du dir unrealistische Vorstellungen in deiner Fantasie machst, von dem was passieren könnte, von möglichen Katastrophen usw.

Sei dir einfach dessen bewusst, dass du in deiner Panik dazu neigst, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und dir die Dinge viel schlimmer auszumalen, als sie in Wirklichkeit sind.

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Regel 5: Bleibe in der Situation, bis die Angst wieder vorbei ist.

Warum ist das wichtig? Ich hatte ja bereits gesagt, dass Angst eine Stressreaktion ist. Es geht also um Kampf oder Flucht. Es wäre aber nicht gut, dich zum Beispiel in Drogen, Alkohol oder Ablenkung zu flüchten, wichtiger ist es, herauszufinden, was wirklich passiert und dann auch eine Lösung zu finden. Ja, die musst du nicht sofort finden. Erst einmal musst du dich beruhigen, aber danach macht es Sinn, auch nach einer Lösung zu suchen.

10 Regeln bei Angst

10 Regeln bei Angst – Teil 2

Jetzt haben wir bereits die Halbzeit der 10 Regeln bei Angst geschafft, es folgen weitere Tipps, die dir helfen können, deine Angst zu besiegen und konstruktiv zu nutzen.

Regel 6: Beobachte dich selber dabei, wie du mit der Angst umgeht und nimm wahr, dass die Angstreaktion abklingt.

Diese Regel ist so wichtig, weil du dir erlaubst, nicht gleich irgend wie auch mit der Angst umgehen zu müssen, sondern du darfst sie einfach nur beobachten.

Stell dir vor, deine Gefühle mitsamt der Angst in deinem Innern wären wie ein Blätterhaufen, der vom Wind aufgewühlt wird. Wenn der Wind nachlässt, werden die Blätter ganz von alleine wieder auf den Boden fallen, deine Emotionen werden also zur Ruhe kommen. Du darfst einfach dabei zusehen.

Regel 7: Vermeide Angst nicht

Angst ist ja, wie wir bereits festgestellt haben, eine sehr unangenehme Empfindung. Deswegen können wir natürlich dazu neigen, uns einfach in keine Situation zu bringen, in der wir Angst haben könnten. Das führt aber nur dazu, dass die Angst einen höheren Stellenwert in unserem Leben hat, als sie haben sollte.

Natürlich sollst du dich nicht in Gefahr bringt, aber ansonsten erlaube dir, in einer möglichen Angstsituation zu sein und vermeide sie nicht.

10 Regeln bei Angst

Regel 8: Angst kann man trainieren.

Fange doch damit an, dich kleinen Situationen, die dir Angst machen, bewusst auszusetzen. Das kannst du dann langsam steigern und ganz bewusst üben, mit deiner Angst zu leben.

Dazu eine kleine Geschichte von mir. Ich bin Lehrer und war mit meiner Klasse auf Klassenfahrt in einem Hochseilgarten. Ich habe Höhenangst und es fiel mir sehr schwer, da oben herum zu klettern. Ich habe es trotzdem versucht, aber hatte immer wieder kurze Panikanfälle.

Dann passierte allerdings etwas Merkwürdiges. Eine Schülerin von mir bekam auch einen Panikanfall und fing an zu weinen. Ich kletterte zu ihr hin, um ihr zu helfen und stellte dabei fest, dass meine Angst vollkommen vorbei war. Die Aufgabe, mich um sie zu kümmern, hatte die Angst vollständig besiegt.

Regel 9: Lass dir Zeit.

Zeit ist Geld, sagt man, aber Zeit ist auch die Lösung für viele andere Situationen, auch für Angst. Lass dir also Zeit, haste nicht aus der Situation heraus und erlaube dir den Luxus der Zeit, bis deine Angst sich beruhigt hat (denke noch mal an den Blätterhaufen).

Regel 10: Feiere deine Siege!

Angst zu überwinden ist etwas Großartiges. Darauf kannst du stolz sein und das solltest du auch. Sprich dir selber ein Lob aus, wenn du es geschafft hast, eine dir angstmachende Situation zu bewältigen. Feiere und tu dir etwas Gutes.

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10 Regeln bei Angst

Wie geht es dir mit den 10 Regeln bei Angst?

Das waren 10 Regeln bei Angst, die dir helfen sollen, mit dieser Reaktion umzugehen. Wie geht es dir damit? Hast du bereits Sachen umgesetzt und bist daran gewachsen?

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